Hier entsteht gerade ein kurzer Abriss über japanische Geschichte:

Ein fettes Danke an Shishi no Hiraga (Michael) aus dem Japanjahr-Forum für die zusammengestellten Informationen.

14.500 - 300 v.Cr Jômon-Kultur

Es gibt erste Dörfer, aber kaum politische Differenzierung. Bekannt ist die Jômon-Kultur für seine Keramik mit einem charakteristischen Schnurmuster und Muschelhaufen (kaizuka).

300 v.Cr. - 300 Yayoi

Das damals "Wa" genannte Japan hat seinen ersten Kaiser. Es gibt einen ersten Austausch mit China. Bekannt aus dieser Zeit sind die Yayoi-Keramik, Bronzeglocken, Spiegel, Waffen und weiteres.

239 Die Königin von Yamatai sendet einen Boten ins chinesische Wei-Reich.
300 - 550 Kofun

Beginnt um 300 u.Z. Militärwesen und eine Reiterkultur sind bereits ausgeprägt. Von zentraler Bedeutung sind die Uji-Clanführer, die über ausgedehnte Bereiche herrschen. Bekannt aus dieser Zeit sind die gewaltigen Gräber in Schlüssellochfor. In chinesischen Quellen ist von 5 Königen des Wa die Rede, darunter der legendäre Nintoku. Der Begriff Yamato wird geprägt - ein alter Name für Japan (bedeutet "Großes Wa").

550 - 710 Asuka

552

Das Königreich Paeckche (Korea) sendet Buddha-Statuen und Sutrenschriften nach Japan.

562

Das koreanische Königreich Silla erobert den dortigen Stützpunkt Japans.

587

Die mit der Übernahme des Buddhismus verbundenen Machtkämpfe zwischen den Mononobe, die am Shintoismus festhalten, und den Soga, die den Buddhismus verteidigen, enden mit dem Sieg der Soga und der Machtübernahme durch Prinz Shotoku-taishi (574-622), den stärksten Befürworter des neuen Glaubens

593  

Unter der Regentschaft von Shotoku-taishi wird mit dem Bau des Shitennoji-Tempels begonnen.

594

Der Buddhismus wird zur Staatsreligion erklärt.

604

Erste japanische "Verfassung" mit 17 Artikeln, die zur Grundlage politischer Reformen und der Konzentration der politischen Macht auf das Kaiserhaus werden. Shotoku-taishi übernimmt das chinesische System des zentralisierten Beamtenstaates und den chinesischen Kalender, fördert in der Folgezeit den kulturellen Einfluss des festländischen Nachbarstaates auf Japan.

607

Japanische Gesandte gehen an den Hof der chinesischen Sui-Dynastie, zahlreiche Japaner nehmen in China das Studium des Buddhismus auf. Erbauung des Horyuji-Tempels; Entstehung zahlreicher bedeutender Werke der Architektur, Bildhauerei und Malerei.

645

Die Taika-Reform durch Prinz Nakano-oe (626-671; postum Kaiser Tenchi) und seinen Vertrauten Nakatomi no Kamatari (614-669; Ahnherr der Fujiwara) vollendet das Reformwerk von Shotoku-taishi. Der chinesischem Vorbild folgende Kodex umfasst u.a. eine Landreform, Einführung eines Schulsystems und die Festschreibung der kaiserlichen Zentralgewalt. Im weiteren Verlauf wird die Neuordnung zum Mittel machtpolitischer Interessen; das Sippensystem geht  unter.

663

Ende der japanischen Präsenz in Korea

701

Der Taiho-Kodex erweitert die Taika-Statuten um Verfahrens- und Zivilrecht. Diese unter Kaiser Mommu (683-707) entstandene Gesetzessammlung ist nicht erhalten, jedoch durch den Yoro-Kodex (757) teilweise rekonstruierbar.

708

Prägung der ersten Kupfer- und Silbermünzen

710 - 794 Nara-Zeit

710

Gründung der Hauptstadt Heiyo-kyo (Nara) nach dem Vorbild chinesischer Städteplanung; damit erstmals Einrichtung einer permanenten Hauptstadt (zuvor war der Regierungssitz nach dem Tode des Herrschers von dem dadurch befleckten Ort wegverlegt worden). Errichtung des Kofukuji-Tempels. Heiyokyo bleibt 74 Jahre lang Hauptstadt.

712

Entstehung der Analen des Kojiki, in denen Legenden und historische Ereignisse Japans zusammengetragen sind.

713

Das Fudoki, die erste Topographie Japans, erscheint.

718

Verlegung des 680 erbauten Yakushiji-Tempels nach Nara

720

Die erste Chronik Japans, das Nihon-shoki (auch Nihongi), zusammen mit dem Kojiki die wichtigste Quelle der frühen Geschichte, entsteht.

724 - 749

Regierungszeit des Shomu-tenno. Der Buddhismus gelangt zu hoher Blüte; Errichtung von Provinztempeln (Kokubunji) mit Mönchs- und Nonnenkloster. Der Klerus erstarkt; besonders die "Sieben großen Tempel von Nara" bedrohen das Kaiserhaus. Die Bevölkerzahl Japans beträgt etwa 3,5 Millionen.

733

Baubeginn des Todaiji-Tempels in Nara (Fertigstellung 752). Der Priester Ganjin (chines. Chien-chen) vom Hof der Tang-Dynastie kommt nach Japan; auch andere chinesische Priester lehren in Japan den Buddhismus.

759

Vollendung des Manyoshu (Zehntausend-Blätter-Sammlung), der ältesten Anthologie (im 5. Jh. begonnen)

764-770

Regierungszeit der Kaiserin Shotoku-tenno (während einer vorangegangenen Amtszeit Kaiserin Koken). Sie steht unter dem Einfluss des 765 zum Großkanzler ernannten Priesters Dokyo, der als Mönchskaiser (seit 762) Exponent des buddhistisch-klerikalen Machtstrebens ist, jedoch nach dem Tod der Kaiserin (770) verbannt wird.

781-806 

Regierungszeit des Kammu-tenno, einer der stärksten Kaiser im damaligen Japan.

784

Verlegung des Regierungssitzes nach Nagaoka

794 - 1185 Heian-Zeit

794  

Gründung der permanenten Hauptstadt Heian-kyo (Kyoto). Die Macht des Klerus ist gebrochen; es folgt eine Phase nationaler Besinnung mit Entwicklung eigenständiger Kulturformen und einer eigenen Silbenschrift (Katakana und Hiragana). Nach dem Sturz der Tang-Dynastie schwächen sich die Kontakte zu China ab. Das Streben des Kaisers nach Unabhängigkeit wird von der Sippe Fujiwara unterlaufen, die das Kaiserhaus durch Verschwägerung an sich binden und seine politische Bedeutungslosigkeit herbeiführen. Die Taika-Reform, 645 begonnen, scheitert endgültig; Gouverneure, Beamte und Klöster eignen sich Lehensgüter an. Der zu ihrem Schutz bestellte Schwertadel gewinnt an Einfluss.

801

Sieg über die im Norden von Honshu ansässigen Ainu und Eingliederung dieser Region in das japanische Reich.

805

Der aus China zurückgekehrte Priester Saicho (Dengyo-daishi, 776- 822) gründet in Japan die Tendai-Sekte. Ein Jahr später wird durch den gleichfalls aus China zurückkehrenden Priester Kukai (Kobo-daishi, 774-835) die Shingon-Sekte gegründet. Beide Sekten bilden ein bedeutendes Zentrum des esoterischen Buddhismus.

859

Die Sippe der Fujiwara gewinnt zunehmend an Macht und Einfluss; ihre Mitglieder regieren als "Schattenkaiser" (Vormund unmündiger Kaiser).

866 Erster Fujiwara-Regent übernimmt Macht

901

Wegen eines fehlgeschlagenen Versuchs, die Macht der Fujiwara zu brechen, wird der Staatsmann Sugawara Michizane nach Dazaifu verbannt.

940 Erster Aufstand eines Mitgliedes des Taira-klans
985 Ein Traktat von Genshin sorgt für die Verbreitung des Pure-Land-Buddhismus

Um 1000-1020

Verfeinerung der höfischen Kultur. Die Hofdame Sei Shonagon verfasst das "Kopfkissenbuch", Murasaki Shikibu schreibt die "Geschichte des Prinzen Genji", das bedeutendste Werk der klassischen japanischen Prosa.

1016

Michinaga (966-1027) erhält den Titel eines Regenten (Kampaku)

Nach 1050

Die Dezentralisierung der Macht führt zu Unruhen; das Militär erstarkt, besonders die im Osten des Landes ansässige Familie Minamoto (auch Genji) und die Familie Taira (auch Heike) im Westen. Die Macht der Fujiwara geht langsam auf die Taira über. In der Folgezeit bekriegen sich die beiden Familien heftig; 1083-1087 Kämpfe in der Tohoku-Region, Sieg der Minamoto

1087 Kaiser Shirakawa dankt ab und wird erster Klosterkaiser.

1156-1159

Heiji-Krieg zwischen den Taira und Minamoto; Sieg des Taira no Kiyomori, der 1167 zum Kanzler ("Dajo-daijin") ernannt wird und die Blütezeit des Hauses Kairo einleitet.

1175

Der Priester Honen-shonin (1133-1212) gründet die Jodo-Sekte (Sekte des Reinen Landes).

1180-1185

Gempei-Krieg; Sieg der wiedererstarkten Minamoto unter Minamoto Yoritomo (1147-1199). In der Entscheidungsschlacht von Dannoura werden die Taira vernichtet und auch der Kindkaiser Antoku findet den Tod. Das erste Kamakura-Shogunat wird eingerichtet.

1185 - 1333 Kamakura-Zeit

1191

Der Priester Eisai bringt den ursprünglich chinesischen Zen-Buddhismus nach Japan (Rinzai-Sekte).

1192   

Minamoto Yoritomo wird Shogun, verlegt den Regierungssitz nach Kamakura, um dem höfischen Luxusleben auszuweichen, und begründet das Kamakura-Shogunat. Erschafft eine straffe Regierung und sichert durch Truppenstationierung die Landgrenzen. Seine später von den Hojo fortgeführte Politik gründet sich auf die Ethik des "Bushido" (Loyalität, Mut, Todesverachtung), die auch auf die Gesellschaft Einfluss gewinnt. Einrichtung der Ämter "Shogu" (Provinzstatthalter) und "Jito" (Militärgouverneur).

1199

Nach dem Tod Yoritomos übernehmen seine Witwe Hojo Masako und deren Vater Hojo Tokimasa die Macht.

1205

Hojo Yoshitoki, Sohn des Tokimasa, wird erster Reichsverweser (Shikken); dieses Amt bleibt weiterhin in der Familie der Hojo

1207

Verbannung der Priester Honen und Shinran, deren Sekten (Jodo und Jodo-shin-shu) im Volk starke Verbreitung gefunden haben.

1219

Mit der Ermordung von Minamoto Sanetomo, dem Sohn des Yoritomo, geht das Geschlecht der Minamoto unter.

1221

Bürgerkrieg; der Versuch des Kaiserhauses, die Macht zurück zu gewinnen, misslingt.

1232

Hojo Yasutoki erlässt das "Goseibai-shikimoku", ein grundlegendes Gesetz der Samurai.

1242 Kaiser Shijo stirbt ohne Erben; Folge ist ein erbitterter Thronfolgerstreit.

Um 1250

"Heike-monogatari", die Geschichte des Taira-(Heike-)Clans.

1253

Gründung der Nichiren-Sekte

1274 und 1281

Mongoleneinfall auf Kyushu; beide Male zerstört der plötzlich einsetzende Taifun(Kamikaze = Götterwind) die mongolische Flotte. Der nationale Zusammenhalt wird gestärkt, aber die Samurai zeigen wachsende Unzufriedenheit.

1325 

Erstmals seit dem Zusammenbruch der Tang-Dynastie gehen wieder japanische Gesandte nach China.

1333 - 1467 Muromachi-Zeit
1333

Godaigo-tenno nutzt die Schwäche des Kamakura-Shogunats zum Sturz der Hojo. 

1334

Godaigo-tenno schickt seinen Feldherrn Ashikaga Takauji in den Kampf gegen das Kamakura-Shogunat, das nach zehnjährigen Kämpfen fällt. Der Kaiser übernimmt zunächst die Regierungsgewalt, wird aber von Takauji vertrieben, der 1336 Komyo-tenno als Gegenkaiser einsetzt. Dieser begründet die Nord-Dynastie und ernennt Takauji zum Shogun. Godaigo flüchtet mit den Reichsinsignien nach Yoshino, wo er die Süd-Dynastie errichtet (Namboku-cho= Periode der zwei Kaiserhöfe).

1338-1600

In dieser Zeit geht die Macht der Shogune zurück. Das Land wird in jahrzehntelange Bürgerkriege verwickelt, die im Machtstreben regionaler Fürsten und Klöster sowie in Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der beiden Kaiserdynastien ihre Ursache haben. Trotzdem entwickeln sich in diesen Jahren bedeutende neue Künste (etwa die Theaterform No und Kabuki, die Teezeremonie u.a.).

1392

Gokameyama, der dritte Nachfahre des Godaigo, dankt ab und überlässt die Reichsinsignien dem Nordkaiser.

1401

Aufnahme diplomatischer Kontakte zum China der Ming-Zeit.Ashikaga Yoshimitsu, der dritte Shogun aus dem Haus Ashikaga, verlegt seinen Amtssitz nach Muromachi (Kyoto) und leitet eine kulturelle Blütezeit ein. Der Friede nach der Einigung der Kaiserhöfe ist nur von kurzer Dauer.

1402

Zeami verfasst das Kadensho, das grundlegende Werk des zu größter Bedeutung gelangten No-Theaters.

1428

Do-ikki, Aufstand der Bauern und niederen Samurai in Kyoto

1467 - 1603 Azuchi Momoyama Zeit

1467-1477

Onin-Kriege, verursacht durch den Nachfolgestreit unter den Ashikaga. Durch die zunehmende Dezentralisierung der Macht erstarken die Daimiate, die ihre Unabhängigkeit als Teilstaaten anstreben. Künstler und Gelehrte fliehen in entlegene Provinzen, wo sich neue Kulturzentren entwickeln. 1477 liegt Kyoto in Schutt und Asche.

1543

Portugiesen landen in Tanegashima und bringen die ersten Feuerwaffen nach Japan, die sich dort rasch durchsetzen.

1549

Der Missionar Francisco de Javier (Franz Xaver) bringt das Christentum nach Japan; er wird durch die Sengoku-daimyo unterstützt, die in der neuen Religion ein Mittel ihrer Machtentfaltung sehen. Auch europäische Wissenschaften (Medizin, Naturwissenschaften) beginnen sich auszubreiten, erste Handelskontakte

1568

Einzug des Oda Nobunaga in Kyoto. Es gelingt ihm, die Macht der Klöster und Daimiate zu brechen und das Reich zu befrieden. Er gestattet die Tätigkeit christlicher Missionare als Gleichgewicht gegen die buddhistischen Klöster.

1571

Nagasaki wird dem Handel mit dem Ausland geöffnet

1573

Der letzte Ashikaga wird abgesetzt und damit das Ashikaga-Shogunat beendet. Nobunaga festigt seine Macht und verlegt 1575 seinen Amtssitz auf die Azuchi-Burg in Omi.

1582

Japanische Gesandtschaft beim heiligen Stuhl in Rom.Nobunaga wird durch seinen Lehnsmann Akechi Mitsukide ermordet; das von ihm begonnene Werk der Reichseinigung wird von Toyotomi Hideyoshi fortgeführt. Dieser lässt das Verwaltungssystem reorganisieren und bereitet die Grundlage für das Feudalzeitalter.

1586

Hideyoshi wird zum Großkanzler (Dajo-dai-jin) ernannt. Im folgenden Jahr weist er die christlichen Missionare aus.

1588

Den Bauern wird zur Vermeidung neuer Aufstände das Tragen von Waffen verboten.

1590

Sieg des Hideyoshi über die Hojo in Odawara; entgültige Einigung des Landes.

1592 / 1593

Erster Eroberungsfeldzug nach Korea und Vorstoß zur chinesischen Grenze mit dem Ziel der Unterwerfung der Ming-Dynastie.

1597

brutale Christenverfolgung in Nagasaki

1597 / 1598

Zweiter Eroberungsfeldzug nach Korea, der wie der erste mit einem Waffenstillstand endet.

1600

In der Schlacht von Sekigahara besiegt Tokugawa Ieyasu den Sohn des Hideyoshi, Hideyori, und legt den Grundstein für das Shogunat der Tokugawa, welche die Geschicke des Landes bis 1867 lenken. Die Bevölkerungszahl von Japan beträgt rund 25 Millionen.

1603 - 1867 Tokugawa (Edo) Zeit

In der Edo-Zeit (1600-1867) schließt sich Japan nach einer vorübergehenden Öffnung gegen Westen völlig von der Außenwelt ab. In der rund 250 Jahre dauernden Friedensperiode wird durch das Shogunat ein sich über alle Lebensbereiche erstreckendes Kontrollnetz errichtet, das eine stärkere Konzentration politischer und wirtschaftlicher Macht verhindert.

1603 

Ieyasu wird vom Tenno zum Shogun ernannt und verlegt seinen Regierungssitz nach Edo (Tokyo). Starke Reglementierung des sozialen Gefüges, Klasseneinteilung (Krieger, Bauern, Handwerker und Kaufleute). Buddhismus und Konfuzianismus werden gefördert.

1605  

Ieyasu dankt zugunsten seines Sohnes Hidetada ab. Ausbau der Handelsbeziehungen, Stabilisierung der Wirtschaft.

1609

Errichtung einer holländischen Faktorei auf Hirado.

1614

Erneute blutige Christenverfolgung.

1614/1615

Schlacht von Osaka; Belagerung der Burg und Sieg des Ieyasu. Hideyori, der Letzte der Toyotomi, begeht Selbstmord

1616 

Ieyasu stirbt an den Folgen einer Verletzung aus der Schlacht von Osaka.

1616-1624

Abbruch der Beziehungen zu England und Spanien

1633 

Erste Verbote von Reisen ins Ausland und Einschränkungen des Handels mit Europa.

1637/1638

Aufstand von Shimabara; die Untertanen der christlichen Daimyo, neuen Herren unterstellt, setzen sich gegen die drückende Besteuerung zur Wehr, erleiden jedoch eine Niederlage. Der Aufstand, Ausdruck der allgemeinen wirtschaftlichen Not, zieht das endgültige Verbot des Christentums nach sich.

1639

Ausweisung der Portugiesen; nur Holländer und Chinesen bleiben geduldet. Völlige Einstellung der Auslandkontakte; in der von Frieden gekennzeichneten zweihundertjährigen Abschließungszeit gelangt die bürgerliche Kultur zur Blüte.

1641

Die holländische Faktorei wird von Hirado auf die künstliche Insel Dejima verlegt und bleibt Japans einzige Verbindung zur Außenwelt. Nur Holländer und Chinesen dürfen einreisen.

1703 Selbstmord der 47 Ronin (herrenlose Samurai). Sie rächten den Mord an ihrem ehemaligen Herrn und wurden daraufhin vom Shogun zum rituellen Selbstmord gezwungen.

1707

Letzter Ausbruch des Fuji.

1720

Einfuhr von westlichen Büchern (außer solchen christlichen Inhalts) wird gestattet

1723 Selbstmord aus Liebe (joshi) erreicht in der Edo-Zeit aufgrund strenger Sitten und Hierarchie einen Höhepunkt.
1748 Premiere des Kabuki-Stückes Chushingura über den Selbstmord der 47 Ronin.
1782 Die Tenmei-Hungersnot fordert 900.000 Tote.

1792

Ankunft einer russischen Gesandtschaft in Matsumae (Hokkaido); die angestrebten Handelsbeziehungen werden aber vom Shogunat abgelehnt.

1831 Hokusais "36 Ansichten des Berges Fuji" werden veröffentlicht

1853

Der US-amerikanische Admiral Matthew Perry ankert mit seinem Schiffsgeschwader in der Uraga-Bucht, um die Öffnung des Landes für Handelsbeziehungen zu erwirken.

1854

Perry kommt mit einer größeren Flotte nach Japan und zwingt das Shogunat zum Einlenken. Vertrag von Kanagawa mit den USA, durch den Shimoda und Hakodate US-amerikanischen Schiffen geöffnet werden; nachfolgend Verträge mit England und Russland.

1855

Im Vertrag von Shimoda mit dem zaristischen Russland wird die russisch-japanische Staatsgrenze im Bereich der Kurilen zwischen den Inseln Uruppu und Etorofu festgelegt, die Insel Sachalin (japan. Karafuto) als gemeinsames Eigentum beider Länder betrachtet.

1856

Townsend Harris wird erster amerikanischer Diplomat in Japan.

1859  

Öffnung der Häfen von Yokohama, Nagasaki und Hakodate für den Auslandshandel. Die Zeit der Abschottung geht zu Ende.

1860

Einrichtung einer japanischen Gesandtschaft in den USA. Ermordung eines Shogunatsbeamten durch kaisertreue Gegner der Öffnungspolitik.

1861

Vertrag Japans mit Preußen

1863/1864

Erhebung der Daimyo im Südwesten Japans gegen das Shogunat; die Beschuss ausländischer Schiffe wird mit dem Bombardement von Kagoshima beantwortet.

1867

Auf starken innenpolitischen Druck dankt der Shogun ab und übergibt die Macht an Kaiser Meiji. Damit ist das Shogunat beendet.

1867-1911 Meiji Zeit

Die Meiji-Ära ist geprägt von umfangreichen Reformen und einer konsequenten Öffnung Japans gegenüber dem Ausland. Das Land unternimmt große Anstrengungen, um in der Industrialisierung den Anschluss an den Weltstandart zu finden. Das Staatssystem wird durch eine Verfassung neu gegliedert.

1868

Meiji-Reform; Schwerpunkt des Fünf-Punkte-Programms ist der Anschluss an den Wissenstand des Auslands. Kaiser Meiji verlegt den Regierungssitz nach Edo und nennt es Tokyo ("Östliche Hauptstadt").

1869

Die Daimyo geben ihre Lehen an den Thron zurück. Kolonisation von Hokkaido.

1870

Aufhebung der bisherigen Klasseneinteilung und Einführung bürgerlicher Familiennamen

1871 

Umwandlung der alten Verwaltungsbezirke (Provinzen) in Präfekturen, die Gouverneuren der Zentralregierung unterstellt werden.

1872 

Einrichtung öffentlicher Grundschulen; Eröffnung der Eisenbahnstrecke Tokio-Yokohama.

1873  

Übernahme des Sonnenkalenders; Verbot des Tragens von Schwertern

1875

Gemäß einem in Petersburg mit Russland geschlossenen Abkommen verzichtet Japan auf die Insel Sachalin und erhält dafür alle Inseln der Kurilenkette.

1877

Die Seinan-Revolte unter der Führung von Saigo Takamori wird durch die Zentralregierung niedergeschlagen.

1889 

Verkündung einer staatspolitischen Verfassung nach preußischen Vorbild. Japan wird konstitutionelle Monarchie; das Parlament besteht aus Unterhaus und Oberhaus.

1890 Der Reichstag tritt erstmals zusammen.

1894/1895

Erster Chinesisch-Japanischer Krieg; China tritt Formosa (Taiwan) und die Pescadores- Inseln an Japan ab

1902

Unterzeichnung eines Vertrages mit Großbritannien, der gegen russische Expansionsbestrebungen im ostasiatischen Raum gerichtet ist.

1904/1905

Den Russisch-Japanischen Krieg gewinnt Japan. Im Frieden von Portsmouth (US-Bundesstaat New Hampshire) wird Japan die südliche Hälfte der Insel Sachalin (Karafuto) sowie die Schutzherrschaft (Protektorat) über Korea zugesprochen.

1910

Japan annektiert Korea und macht es zur japanischen Kolonie.

1911 - 1926 Taishô Zeit

1912

Tod des Kaisers Meiji; sein Sohn Yoshihitio tritt als Kaiser Taisho die Nachfolge an.

1914-1918 

Im ersten Weltkrieg erobert Japan die deutschen Besitzungen in China (Tsingtau) und im Pazifik. Japan stellt sich im Ersten Weltkrieg auf die Seite der Alliierten; die Aufrüstung fördert die Entwicklung der Schwerindustrie. Die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg bringt wachsende soziale Spannungen und eine ernste Wirtschaftskrise.

1920

Japan ist Gründungsmitglied des Völkerbundes, dem Vorgänger der UNO.

1923

Das Kanto-Erdbeben kantô daijishin verwüstet den Großraum Tokio-Yokohama mit einer Stärke von 7,9 - 140.000 Tote.

1926 - 1989 Shôwa Zeit

1926

Tod des Kaisers Taisho; sein Nachfolger wird Kaiser Hirohito (1901-1989)

1929

Die Weltwirtschaftskrise bringt für Japan vorübergehend ein Exportboom von Billigwaren.

1931

Japan besetzt die Mandschurei.

1932

Die Mandschurei wird als "Mandschukuo" japanisches Protektorat. Am 15. Mai ermorden junge Marineoffiziere den Premier und verursachen einen Staatsstreich.

1933

Wegen der internationalen Kritik an der Mandschurei-Besetzung tritt Japan aus dem Völkerbund aus.

1937

Zweiter Chinesisch-Japanischer Krieg; Japan stößt in das Innere Chinas vor  (Einnahme u.a. von Nanking, wobei 140 .000 Chinesen getötet werden) und blockiert die gesamte chinesische Küste.

1938

Gesetz über die Generalmobilmachung und Proklamation einer "Neuen Ordnung in Ostasien" (Expansion auf das chinesische Festland). An der chinesisch-sowjetischen Grenze kommt es zu Gefechten.

1940

Nachdem 1939 in Europa der Zweite Weltkrieg ausgebrochen ist, gerät Japan, durch den Dreimächtepakt an die Achse Berlin-Rom gebunden, in diesen Konflikt.

1941

Abschluss eines Neutralitätsabkommens mit der Sowjetunion. Rohstoffboykott durch die USA. Der japanische Überfall auf den US-amerikanischen Flottenstützpunkt Pearl Harbor (Hawaii-Insel Oahu am 7.12.) löst den Krieg im Pazifik aus. Die Vereinigten Staaten von Amerika (und Großbritannien) erklären Japan den Krieg (8.12.).

1941/1942

Mit der Absicht, eine "Großostasiatische Wohlstandssphäre" (Pax Japonica) zu schaffen, stoßen die Japaner an der Küste des asiatischen Festlandes vor und nehmen Hongkong (25.12.1941), Singapur (15.2.1942) sowie Rangun (7.3.1942) ein; gleichzeitig greifen sie die Philippinen (Einnahme von Manila 2.1.1942) sowie Niederländisch-Indien (Besetzung der Inseln Celebes und Borneo Ende Januar, Java und der Kleinen Sunda-Inseln Februar/März 1942) an und besetzen ferner die Insel Guam (Ozeanien; 10.12.1941); japanische Luftangriffe auf Nordaustralien (Februar 1942). Mit der Landung auf den Aleuten sowie auf Neuguinea erreicht die japanische Expansion über ein Gebiet mit mehr als 450 Millionen Menschen ihren Höhepunkt.

1942

Die schweren Verluste in den See-Luft-Schlachten in der Korallensee und bei den Midway-Inseln schwächen die Japaner empfindlich und führen zur Wende des Krieges; Großoffensive der Alliierten im Südpazifik.

1943

Nach erbitterten Kämpfen können die Alliierten die japanische Luftwaffenbasis auf der britischen Salomoneninsel Guadalcanar im südwestlichen Pazifik zurückerobern.

1945

Die Aufforderung zur bedingungslosen Kapitulation auf der Potsdamer Konferenz wird von Japan abgelehnt; die Sowjetunion erklärt Japan den Krieg (8.8) und besetzt die südlichen Kurilen. Um den japanischen Wiederstand nach den mörderischen Kämpfen um die Inseln Iwo Jima (Volcanoinsel) und Okinawa (Ryu-Kyu-Gruppe) definitiv zu brechen, werfen die USA Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima (6.8.) und Nagasaki (9.8.). Daraufhin unterzeichnen die Japaner an Bord des US-amerikanischen Schlachtschiffes ?Missouri? ihre Kapitulation (2.9.). US-Truppen rücken in Tokio ein (8.9.); Japan wird erstmals in seiner Geschichte von einer fremden Macht besetzt und muss auf alle zuvor eroberten Gebiete verzichten; das japanische Territorium wird in den Reichsgrenzen von 1868 festgelegt. Die US-Militärregierung (unter General Mac-Arthur) bemüht sich, den japanischen Militarismus zu vernichten (Kriegsverbrecherprozesse) und das öffentliche Leben zu demokratisieren.

1946

Kaiser Hirohito gibt die traditionelle "Göttlichkeit" des Tenno auf (Rede am 1.1.); gemäß einer neuen Verfassung bleibt der Kaiser in lediglich repräsentativer Funktion. Symbol des Staates und der Einheit der Nation.

ab 1949

Nach Aufhebung der Reparationsverpflichtung wird mit Hilfe der USA der Wiederaufbau der Industrie eingeleitet.

1951

Im Friedensertrag von San Francisco (mit den USA;8.9.) verzichtet Japan auf Korea, Taiwan (Formosa), die Pescadores-Inseln, die Kurilen-Inseln und Südsachalin; Sicherheitspakt mit den Vereinigten Staaten. Die Beziehungen zur UdSSR und zu China bleiben ungeklärt.

1952

Japan erlangt wieder seine volle Souveränität. Abschluss eines Friedensvertrages mit Tschiang Kai-schek als rechtsmäßigem Vertreter Chinas.

1954

Japan schließt sich dem 1950 entstandenen Colombo-Plan (Entwicklungshilfe für die süd- und südostasiatischen Mitgliedsstaaten des Commonwealth) an

1956

Japan tritt den Vereinten Nationen (UNO) bei. Abkommen über die Beendigung des Kriegszustandes mit der Sowjetunion, die sich bereit erklärt, nach Ratifizierung eines Friedensvertrages die südlichen Kurilen-Inseln Shikotan und Habomai an Japan zurückzugeben; Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur UdSSR.

1960

Abschluss eines Sicherheitspaktes mit den USA, denen das Recht zur Errichtung von Militärbasen auf japanischem Territorium eingeräumt wird; daraufhin heftige antiamerikanische Massenproteste

1964

Olympische Spiele in Tokyo; infolge des rasanten Wirtschaftswachstums wird der japanische Yen zur voll konvertierbaren Währung; Japan tritt der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bei.

1966

Japan wird Gründungsmitglied der Asien and Pacific Council (ASPAC) zur wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit von Staaten im asiatisch-pazifischen Raum.

1969

Einigung über die Rückgabe der seit dem Zweiten Weltkrieg von den USA besetzten Insel Okinawa, die im Vietnamkrieg (ab 1964) als US-Versorgungsbasis dient.

1972

Okinawa gelangt wieder unter japanische Oberhoheit. Aufnahme diplomatischer Beziehungen zur Volksrepublik China (Annullierung des Friedensvertrages von 1952 mit Nationalchina).

1973

Durch die weltweite Energiekrise infolge drastischer Erdölpreiserhöhung gerät auch das praktisch gänzlich von Erdölimport abhängige Japan in ernste wirtschaftliche Schwierigkeiten.

1974

Abschluss eines langfristigen Handelsabkommen mit der Volksrepublik China.

1975

Japan durchschreitet eine Talsohle wirtschaftlicher Rezession. Kaiser Hirohito absolviert einen Staatsbesuch in den USA.

1976

Im Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre des US-amerikanischen Flugzeugkonzerns Lockheed wird die Regierung umgebildet. Bei den Unterhauswahlen verliert die Liberal-Demokratische Partei die Mehrheit, kann sie aber durch Übertritte von unabhängigen Parlamentariern zurückgewinnen. Neuer Regierungschef wird Takeo Fukuda.

1978

Ergebnislose Verhandlungen mit der Sowjetunion über einen Friedensvertrag (Streitpunkt: Rückgabe der südlichen Kurilen).Der deutsche Bundespräsident Walter Scheel stattet Japan einen offiziellen Besuch ab. Abschluss eines Friedens- und Freundschaftsvertrag mit der Volksrepublik China. Ministerpräsident Fukuda tritt zurück; sein Nachfolger wird Masayoshi Ohira.

1979

Weltwirtschaftskonferenz in Tokio (USA, EG, Japan, Kanada) über Energiefragen und den Nord-Süd-Dialog. Stimmenverluste der Liberal-Demokratischen Partei bei den Unterhauswahlen. Ministerpräsident Ohira besucht die Volksrepublik China.

1980

Der Partei- und Regierungschef der Volksrepublik China, Hua Kuo-Feng, stattet Japan einen Staatsbesuch ab. Die Regierung Ohira wird gestürzt, das Unterhaus aufgelöst und Neuwahlen angesetzt. Nach dem Tode Ohiras folgt Suzuki Zenko als neuer Ministerpräsident.  

1981

Im Rahmen einer Asienreise besucht Papst Johannes Paul der Zweite auch Japan (Hiroshima, Nagasaki); Staatsbesuch des DDR-Staatsvorsitzenden Erich Honecker. Japan erneuert seinen Anspruch auf die seit dem 2. Weltkrieg von der Sowjetunion besetzten südlichen Kurilen-Inseln. Trotz Sparhaushalt merkliche Erhöhungen des Verteidigungsetats. Nach Kollision mit einem US-amerikanischen Atom-U-Boot sinkt ein japanischer Frachter im Ostchinesischen Meer. Die Europäische Gemeinschaft (EG) versucht, Japan zu einer maßvolleren Exportpolitik zu bewegen.

1982 

Der Premierminister der Chinesischen Volksrepublik Zhao Ziyang führt politische Gespräche in Japan. Der japanische Außenminister Yoshio Sakurauchi vertritt Japan auf der Weltwirtschaftskonferenz im französischen Versailles. Die Insel Kyushu wird von einer Unwetterkatastrophe heimgesucht (Schwerpunkt: Nagasaki). Ministerpräsident Suzuki tritt zurück; Nagasone Yasuhiro wird neuer Regierungschef (November).

1983

Im Mai fordert ein schweres See- und Erdbeben (Stärke 7,7 auf der Richter-Skala) in Nordjapan rund hundert Todesopfer. Im Juli ereignet sich in Westjapan eine Flutkatastrophe.

1986

Weltwirtschaftsgipfel in Tokyo.

1987

Am 18. November wird in Yokohama ein Industriepark eingeweiht, der mit Förderung der Deutschen Bank entstanden ist und an dem insgesamt 22 Unternehmen aus der Bundesrepublik Deutschland beteiligt sind. Am 17. Dezember ereignet sich in der Region Tokyo ein schweres Erdbeben (Stärke 6,6 auf der Richter-Skala). Besonders betroffen ist der Großflughafen Narita. Die Japanische Staatsbahn (JNR) wird in sieben regionale Gesellschaften aufgeteilt, die nach privatwirtschaftlichen Prinzipien arbeitet.

1988

Eröffnung der Seto-Ohashi-Brücke (große Inlandsee-Brücke) zwischen Honshu und Shikoku.

seit 1989 Heisei Zeit
1989

Am 7. Januar stirbt Kaiser Hirohito im Alter von 87 Jahren; neuer Tenno wird sein Sohn Akihito, dessen Amtszeit unter dem Motto ?Heisei? (?Frieden schaffen?) steht.

Bei den Oberhauswahlen im Juli verliert die Liberal-Demokratische Partei zum ersten Mal seit 36 Jahren die Mehrheit an die Sozialistische Partei Japans, bleibt aber stärkste Kraft im Unterhaus und auch Regierungspartei. Im Herbst wird in Yokohama eine Hängebrücke eingeweiht, die mit 860 m Länge die zweitlängste ihrer Art weltweit ist

1990

Bei einem Staatsbesuch legt der sowjetische Außenminister Eduard Schewardnadse ein Zehn-Punkte-Programm über vertrauenbildende Maßnahmen vor; über die Zukunft der von der Sowjetunion besetzten Kurileninseln wird keine Einigung erzielt. An der Börse von Tokio, der größten Aktienbörse der Welt, kommt es zu massiven Kurseinbrüchen. Am 12. November wird Akihito feierlich inthronisiert.

1991

Partei- und Regierungschef Michail Gorbatschow besucht als erstes sowjetisches Staatsoberhaupt Japan. Die Gespräche drehen sich großenteils um die Kurilenfrage; das von Japan vorgeschlagene Junktim von Rückgabe der Inseln und Gewährung eines Kredits an die UdSSR kommt nicht zustande. Reaktorunfall im Kernkraftwerk Mihama (Präfektur Fukui). Im Juni bricht auf Kyushu nach zweihundertjähriger Pause der Vulkan Unzen aus; 41 Menschen kommen um.

1992

Russland signalisiert vorübergehend Kompromissbereitschaft in der Kurilen-Frage; konkrete Resultate werden jedoch nicht erzielt. An der Börse von Tokio kommt es erneut zu erheblichen Verlusten.

1995

Kobe-Erdbeben (über 6.000 Tote); Giftgasanschlag der AUM-Sekte auf die Tokyoter U-Bahn, wachsendes Krisenbewusstsein;

1996

LDP wird wieder Regierungspartei; Hashimoto wird Ministerpräsident;
Verschuldungskrise der Kreditinstitute (Jusen). Regierung beschließt Regelung durch Einsatz von Steuergeldern, Beginn einer Serie wirkungsarmer Konjunkturprogramme, die zu tiefer Staatsverschuldung führen

1997

Rus.-jap. Gipfeltreffen im November in Krasnojarsk verspricht Friedensvertrag mit Lösung der Kurilenfrage bis 2000. Die wirtschaftliche Rezession in Südostasien weitet sich auf Japan aus

2000

Tod von MP Obuchi, Mori übernimmt MP-Amt, erfolgreicher G8-Gipfel auf Okinawa

2001

Hoffnungsträger Koizumi wird Ministerpräsident, kündigt umfangreiche Reformen an, Rezession vertieft sich, Staatsverschuldung 130% BIP, Nikkei-Index fällt unter 10000; sicherheitspolitische Wende nach dem Terrorangriff am 11.9.

2002 Die Fußballweltmeisterschaft findet in Japan und Korea statt.
2005 Japan ist Gastgeberland der EXPO.
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